Der Rohstoff entscheidet

Jeder Cube beginnt nicht am Werkbank, sondern beim Material. Für die Holzfliesen-Cubes ist das Kiefernholz — ein Holz, das ich selbst zu Fliesen verarbeite, lasiere und einbrenne lasse. Das ist kein Zukauf von der Stange: Es gibt meines Wissens keinen anderen Möbelhersteller, der Holzfliesen in dieser Form selbst herstellt. Für die Keramik-Cubes wähle ich gebrannte Fliesen aus, die ich vor der Verarbeitung noch einmal einzeln auf Maßhaltigkeit und Farbton prüfe — kleine Abweichungen zwischen einzelnen Chargen sind bei handgefertigten Fliesen normal, und genau die machen den Unterschied zwischen "aus der Fabrik" und "von Hand gemacht".

Zuschnitt, Schliff, Lasur

Bei den Holzfliesen fängt die eigentliche Arbeit hier an: zuschneiden, schleifen, lasieren. Jede Fliese läuft einzeln durch diesen Prozess, bevor sie überhaupt in die Nähe eines Cube-Rahmens kommt. Die Lasur zieht in die Maserung ein und trocknet — je nach Farbton und Wetter dauert das seine Zeit, und ich lasse mir diese Zeit bewusst, weil eine zu früh verlegte Fliese später Risse zeigen kann. Bei Keramik entfällt dieser Schritt, dafür kommt hier die Fliesenfarbe schon bei der Auswahl der Charge ins Spiel.

Verlegen und Verfugen — der Moment, der alles verändert

Sobald die Fliesen bereit sind, werden sie von Hand auf den Holzunterbau des jeweiligen Cube-Modells verlegt — Reihe für Reihe, mit Blick auf Maserung und Farbverlauf, damit am Ende kein zufälliges Muster entsteht. Danach kommt der Schritt, den ich persönlich am meisten mag: die Fugenfarbe. Die Pigmente für jede Fugenfarbe mische ich selbst an, in genau der Nuance, die du im Konfigurator ausgewählt hast. Das ist auch der Grund, warum die Fugenfarbe bei COLB kein fixes Zubehörteil ist, sondern jedes Mal neu entsteht — mit den kleinen, natürlichen Schwankungen, die entstehen, wenn Farbe von Hand angerührt wird, statt aus der immer gleichen Fabriktube zu kommen.

Warum kein Cube dem anderen gleicht

Nach dem Verfugen braucht jeder Cube Zeit zum Aushärten, bevor er die Werkstatt verlässt. In dieser Zeit sehe ich jedes Stück noch einmal in Ruhe an — und jedes Mal fällt mir auf, wie unterschiedlich zwei Cubes mit identischer Konfiguration trotzdem aussehen können. Die Maserung des Holzes ist nie exakt gleich, die Fuge trocknet nie hundertprozentig identisch nach, kleine Unregelmäßigkeiten aus der Handarbeit bleiben sichtbar. Für mich ist das kein Makel, sondern der eigentliche Punkt: Wer einen COLB Cube kauft, bekommt kein Serienprodukt, sondern ein Stück, das genau einmal in dieser Form existiert.

  • Jede Holzfliese wird einzeln zugeschnitten, geschliffen und lasiert
  • Jede Fugenfarbe wird für jeden Cube neu aus Pigmenten angemischt
  • Keine zwei Cubes sind exakt identisch — auch bei gleicher Konfiguration
Neugierig geworden? Einen klassischen eigenen Showroom gibt es bei COLB nicht, aber wir arbeiten mit Partnern in Berlin und München zusammen, bei denen du Cubes im Showroom vor Ort ansehen kannst — schreib mir einfach eine kurze E-Mail, dann sage ich dir, wo genau.

Was das für dich bedeutet

Der ganze Prozess braucht Zeit: bei Keramik-Cubes rechne ich mit etwa 1–2 Wochen ab Auftragsbestätigung, bei Holzfliesen-Cubes mit 2–3 Wochen — abhängig davon, wie viele Aufträge gerade in Arbeit sind. Das ist länger als ein Klick-und-fertig-Möbelstück aus dem Großhandel, und ich verstehe, wenn das für manche ungewohnt ist. Aber es ist auch der Grund, warum ein COLB Cube erst nach deiner Auswahl im Konfigurator entsteht und nicht schon fertig im Lager steht: Jedes Stück wird für genau die Konfiguration gebaut, die du dir ausgesucht hast — Material, Größe, Fliesenformat, Farbe und Fuge. Das ist mehr Aufwand als eine Serienproduktion, aber es ist auch der einzige Weg, wie ein wirkliches Unikat entstehen kann.